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Zielsetzung
Im Rahmen der Betrachtungen
zur inneren Mobilität werden Ziele und Aufgaben aus der Kooperation mit
Strama-MPS entwickelt. Die Starrheit bisher eingesetzter Produktionssysteme kann
durch die Mobilität von Produktionsanlagen aufgebrochen werden. Der schnelle
Auf- und Abbau von Funktionalität und Kapazität wird durch mobile
Produktionsanlagen ermöglicht. Dabei unterteilt sich die Mobilität
der Anlage wiederum in zwei Ebenen. Zum einen soll die Standortflexibilität
der gesamten Anlage gewährleistet werden. Zum anderen gilt es auch die
Rekonfigurierbarkeit der Anlage durch Modularisierung und gleichzeitige Mobilisierung
der Bausteine zu verbessern. Parallel dazu werden neue Rahmenbedingen geschaffen,
um die Mobilität der Produktionssysteme voll nutzen zu können. Dies
umfasst Konzepte zur Revitalisierung bereits existierender Fabrikstrukturen
und den Aufbau neuer Infrastrukturen mit offenen Schnittstellen für Versorgung
und Information. Vorhandene Bausubstanz soll durch Umnutzung und Neunutzung
nachhaltiger nutzbar gemacht werden. Fabrikstrukturen müssen im Sinne der
Wandlungsfähigkeit gestaltet werden, um die Möglichkeiten mobiler
Ressourcen ausschöpfen zu können.
Darüber hinaus werden Organisations- und Steuerungskonzepte entwickelt,
die eine kontinuierliche Anpassung der Produktionsstruktur erlauben. D.h. es können in Abhängigkeit des Auftragsspektrums Produktionseinheiten umgestaltet bzw. neu zusammengesetzt
werden. Dabei werden Methoden und Werkzeuge für die Fabrikplanung entwickelt,
die die Abbildung und Realisierung dieser Strukturänderungen unterstützen.
Ziel der Untersuchungen
zur äußeren Mobilität ist es, grundsätzlich die Standortflexibilität
der kompletten Fabrik bzw. von Fabrikteilen zu gewährleistet. Dazu sind
mobile Gebäudekonzepte notwendig. In diesem Forschungsvorhaben soll zum
einen in allgemeiner Form ein Kriterien- und Handlungskatalog zur Planung und
zum Bau mobiler Fabrikgebäude vorgelegt werden und zum anderen an einem
konkreten Projekt ein Entwurf für eine mobile Fabrik für BMW erarbeitet
werden.
Die Verlagerung von Fabriken als Ganzes verlangt nach neuen Transport- und Logistiklösungen.
Um in späteren Entscheidungsprozessen zur Errichtung einer mobilen Fabrik
die Aufwendungen und ggf. Einsparungen verschiedener Transportalternativen bzw.
den funktionalen Zusammenhang zwischen Modulbeschaffenheit (z. B. Größe,
technische Schnittstellen etc.) und den Transportaufwendungen abbilden zu können,
ist der Entwurf von Bewertungsmethoden und Bewertungskriterien (qualitativ und
quantitativ) notwendig.
Auf Basis der Lösungsansätze hinsichtlich Gebäudestrukturen und
Logistikkonzepten sollen mobilitätsbasierte Produktionskonzepte entwickelt
werden. Unter Hinzunahme konventioneller Ansätze zur Flexibilitätssteigerung
wird so ein kontinuierliches Lösungsspektrum für die wandlungsfähige
Produktion aufgebaut. |